„Das ist alles falsch, eigentlich dürften wir gar nicht hier sein an diesem Ort. Aber wir sind hier. Das ist wie in den großen Geschichten, Herr Frodo, in denen, die wirklich wichtig waren, voller Dunkelheit und Gefahren waren sie, manchmal wollte man das Ende gar nicht wissen, denn wie könnte so eine Geschichte gut ausgehen? Wie könnte die Welt wieder so wie vorher werden, wenn so viel Schlimmes passiert ist? Aber letzten Endes geht auch er vorüber, dieser Schatten. Selbst die Dunkelheit muss weichen. Ein neuer Tag wird kommen und wenn die Sonne scheint, wird sie umso heller scheinen. Das waren die Geschichten, die einem im Gedächtnis bleiben, die irgendwas zu bedeuten hatten. Selbst wenn man noch zu klein war, um sie zu verstehen. Aber ich glaube, Herr Frodo, ich verstehe jetzt. Ich weiß jetzt. Die Leute in diesen Geschichten hatten stets die Gelegenheit umzukehren, nur taten sie es nicht, sie gingen weiter, weil sie an irgendetwas geglaubt haben.“
(Samwise „the brave“ Gamgee, Herr der Ringe – Die Zwei Türme)
Diese Gedanken und Gefühle wurden vom Administrator entfernt.
Manchmal schläft man nur, wenn man wach ist;
Träumt die reale Tragödie nur im sich immer wieder zu fragen wann das Aufwachen kommt.
Bin ich wieder hier oder immer noch?
Damals haben wir nichts gesagt, heute noch viel weniger,
nicht blind für das, was zu sagen wäre.
Aber der Bruch des Schweigens hieße die Blindheit füreinander, das wissen wir beide.
Es bleibt die Logik, nicht mehr die Sterne vom Himmel holen zu wollen.
Auch nur eine Maschine.
Das Paradies kann ich dir nicht schenken,
nur die Krücken zurückgeben, die mir schenktest um immer wieder aufzustehen.
Dann würde ich nicht mehr fallen, sondern einfach liegen bleiben.
Und dann ist da noch dieses Gefühl, die Grenzen neu zu ziehen, die man jahrelang versucht hat zu demontieren.
Die Zeit gibt mir Pflaster nach jedem neuen Stich, den sie mir zufügt.
Und mit jedem Mal wird es schwieriger es anzunehmen.
Dein Glück ist das brennende Pflaster, wenn dein Schmerz meine Zerstörung ist.
Manchmal geht die Sonne nur auf, wenn die Welt irgendwo anders untergeht.
Und vielleicht dreht sich Welt nur weiter, wenn sie einen Stern hat, um die sie kreisen kann.
Meinen inneren Rebell hast du zerbrochen,
den Weltschmerz von seinem Platz gedrängt, aufgelöst und ersetzt.
Und jetzt kann ich dir nur zusehen,
an der Welt vorbeileben,
glauben, dass du den Gipfel erreichst, während ich liegen bleibe,
und dabei wissen, dass ich mich in diesem Glauben selbst belüge.
Hau ab, aber verlass mich nicht.
Worte sind so armselig.
Ein cooler Spruch, eine Lebensweisheit, nie für ein Lächeln oder einen schlechten Witz zu müde.
Es geht nur um Oberflächen. Den ganzen Tag, mit jedem Satz und jedem Blick.
Und dann brauch man sich auch nicht zu wundern, wenn man darunter nicht mehr ernst genommen wird.
Wir glauben einander zu verstehen, voneinander zu wissen.
Einen Scheiß können wir!
Viele denken sie können dir helfen, wenn sie deine Probleme rational erklären und für dich eben so zu überwinden versuchen.
Aber das ist eben genau nicht das Problem.
Und beim Suchen eines Pfades der hinaus führt, gibt man dann gelegentlich Mitmenschen die Schuld für das eigene Kopfchaos, die Desorientierung und Verzweiflung, die überhaupt nichts dafür können.
Die Fragen werden nicht gestellt. Die Antworten verfallen.
Dann beginnt man zu laufen,
egal wohin dich die eigenen Füße tragen, nur weg,
im Schweigen,
an einen anderen Ort.
Unwürdig die Nachblicke eines Blickes zu würdigen.
Aber die Gedichte, kann ich auch hier nicht zu Ende schreiben.
Ein Seufzer aus kläglichen Worten, zwischen Traum und Wahrheit, Lüge und Wirklichkeit.
Das Wandern in alten Erinnerungen,
gelegentlich Ausdruck von Resignation und in Kauf genommener Selbstverletzung.
Ich erzähle mir immer wieder von dem Gestern, in welchem ein Teil von mir gefangen ist,
in welchem ein Teil von mir nicht an Morgen denken kann.
Das Durchleben von Situationen, die hätten sein können,
Das Führen von Gesprächen, die hätten geführt werden können,
aber nur in meinem Kopf.
Das verstehen von Gesprächen, die geführt wurden,
die ich aber nie verstehen wollte.
„Wie soll ich dir erklären, ´oh mein Kind,
dass so vieles hier nicht stimmt.
Du hast so schöne Augen, ich hab´ Angst
Dass auch dieser Glanz
zu schnell verschwimmt.“
Hier im Folgenden ein metaphysischer Gedankengang von mir, zum Selbstbeweis der Gerichtetheit des Verhaltens.
(Zuweilen hat die Ausführung, durch den bewusst vorsichtigen Gebrauch von Wörtern, einen komplizierten Ausdruck.)
Wenn ich mich zu mir selbst verhalte, verhalte ich mich nicht zu mir selbst.
Das Selbst ist das in sich, sich bewegende Ich.
Das Selbst ist in der Zeit.
Wenn ich mich zu mir selbst verhalte, verhalte ich mich nicht zu meinem warenden Selbst. 1
Wenn ich mich zu mir selbst verhalte, verhalte ich mich nicht zu meinem seienden Selbst. 2
In der Zeit liegt das warende Selbst im seienden Selbst.
Wenn ich mich zu mir verhalte, ist das seiende Selbst das warende Selbst.
In Raum und Zeit ist dem Verhalten eine Gerichtetheit wesentlich.
Wenn ich mich zu mir selbst verhalte, verhalte ich mein warendes Selbst im seienden Selbst zu einem, vor und im Verhalten nicht seienden, werdenden Selbst.
Wenn ich mich zu mir selbst verhalte, verhalte ich mich zu meinem werdenden Ich.
- Die Aussage unterstellt die Unmöglichkeit einer Zeitreise [zurück]
- Verhalten hat keinen Selbstzweck. Fehlt die zeitliche Gerichtetheit, so fehlt dem Verhalten der Wesenssinn. [zurück]
Wenn die Tage kälter werden, werden oft auch die Lieder trauriger.
Viele Menschen bleiben lieber zu Hause, mit heißem Tee, unter einer warmen Decke.
Viele von ihnen mögen den Winter, aber nicht die Kälte.
So ist man nach der Arbeit oft allein, oder zumindest nicht unmittelbar in den Zuständen, die sich im Alltagsstress vor die Gefühle schieben und Sie vergessen lassen. Eine Zeit der Besinnung soll es sein, die Außenkälte als Rechtfertigung für Gemütlichkeit…
Und wenn uns die Besinnung und der Tee zu viel werden, locken uns die Shoppingmeilen der Innenstädte mit Glühwein, blinkenden Werbetafeln und Rabattschildchen.
Kauf, Rausch, Ellenbogen und Neid, während in den Schaufenstern Spielzeugbabypuppen nach ihrer Mama rufen. Das leere Portmonee am Ende des Tages ist der Beweis für das Glücksgefühl, an einen lieben Menschen gedacht zu haben, etwas geben zu können.
Wie viel haben wir vergessen, wie viel haben wir verlernt, wenn wir es nötig haben, die Liebe zu unseren Mitmenschen mit Klamotten, Gutscheinen und Parfüms symbolisch zu beweisen oder sie uns selbst zu bestätigen.
Vielleicht haben wir nichts vergessen, nichts verlernt. Vielleicht haben wir nur keine Zeit mehr, keine Nerven, keine Gefühle mehr übrig für die Welt jenseits von Leistungsdruck und Geldscheinen.
Die Menschen die das eingesehen haben, suchen nach Loslösung. Viele können nur noch nach einem Bier intelligent und fröhlich sein, Andere kaufen sich die Schönheit, das Gefühl begehrenswert zu sein.
Kaum einer hört den Grund dafür, weil diejenigen, für die sich das alles nicht mehr lohnt, irgendwann anfangen zu schweigen.
Ein wunderschöner Herbstag, etwas Sonnenschein, Blätter auf den Gehwegen, Sonderangebote zu Schnäppchenpreisen und einiges an Arbeit auf dem Schreibtisch. Überall Menschen die ihre Arbeit hassen, oder den Tag, oder die Blätter, oder die Sonne, aber es gibt ja noch die Sonderangbote.
Google entspricht dem Leben vieler Menschen: Die meisten Treffer zum Thema Liebe führen zu Kindergeldsbestimmungen und Online-Dating-Netzwerken… Hoffnung zum Sommerschlussverkauf.
Getrocknete Tränen laufen nicht mehr und sind trotzdem noch zu salzig.
Das führt dazu, dass Menschen in Sackgassen laufen und sich nicht trauen sich umzudrehen, weil hinter Ihnen nur die Vergangenheit lechzt. Es bleiben nur Erfahrungen und ihre Gedichte, die niemals zu Ende geschrieben werden.
Ich glaubte, es gibt Menschen, die diese Welt nicht verdient hat. Zum Guten, zum Schlechten. Bei den Schlechten, glaub ich das immer noch. Sie haben meistens Waffen, um mich davon zu überzeugen. Deshalb bin ich gern an Orten, wo ich einen Weltuntergang nicht mitbekommen würde.
Die Guten halten sich im Land der Feen und Elfen versteckt.
Die Leute fragen sich immer wie Sie für Andere sein sollen, aber nie, wie sie für sich selbst sein wollen. Ich sehe überall externe Persönlichkeiten. Aber alle sind sie ja sooo individuell und selbstbewusst. Und da versteht leider kaum jemand, dass man manchmal etwas für jemanden sein muss, um sich selbst zu finden. Die Spinne findet dich, wenn du diesen Jemand nicht findest.
Darin sind wir alle gleich.
Ich hoffe dass Metaphern manchmal leichter zu fassen als klare Worte. Immerhin steckt da soetwas wie Gefühl in ihnen oder die Hoffnung, dass die Leser meine Gedankensprünge besser verstehen, als ich selbst.
„In der Welt, die ich sehe, jagst du Elche durch die feuchten, bewaldeten Schluchten rund um die Ruinen des Rockefeller Center… Du trägst Ledersachen, die den Rest deines Lebens halten werden… Du kletterst die dicken Kutso-Ranken empor, die den Sears Tower umschlingen… Ein Blick hinunter, und du siehst winzige Gestalten, die Mais stampfen… Und Streifen von Wildbret auf der leeren Überholspur eines verlassenen Super-Highway auslegen…“
(Tyler Durden, Fight Club)
„Unser Geld hat einen unrealen Wechselkurs.“
Nun, ich hab schon lange nichts mehr zu Papier, oder auf den Bildschirm gebracht, ersteres wahrscheinlich noch weniger.
Ich tippe solche Zeilen in meinen Computer, und schließe danach die Dokumente absichtlich ohne zu speichern.
Es gibt so viel zu erzählen, und zu viel zum darüber hinweg erzählen,
so viele Inspirationen, zu viel Käuflichkeit.
Vieles ist teuer geworden.
Meine Ansichten, die ich nach dem Kauf nur noch für einen Groschen auf den Flohmärkten der Gedanken Anderer verscherbeln kann.
Meine Klamotten, die Nebenprodukte so mancher Sehnsüchte aus alten Tagen sind, damals wie heute.
Meine Zeit, die rastlos zwischen dem Stirnrunzeln auf befremdlichen Abendbeschäftigungen voller Wehmut, und der leeren Hoffnung auf Partys die diese verdrängen, herumirrt.
Und meine Identität, die sich in der Frage nach dem Wer und Was ich bin, danach richtet, Wer und Was ich sein will… und sein soll, und dazwischen logischerweise nie zu einem Ergebnis kommt.
Wie denn auch? Der Spam-Ordner ist voll mit Scheiße, die Nachrichten sind voll mit Müll, und in meinem Kopf sieht´s auch nicht anders aus.
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Es ist der 21. September 2011, auch nur ein Tag. Ich sehe in der online-Wetteranzeige nach, ob es regnet, statt mich umzudrehen und aus dem Fenster zu schauen. Wenn es regnen würde, würde ich mich jetzt aufregen.
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Irgendwo ist bestimmt wieder irgendwas explodiert, oder irgendjemand, wie jeden Tag. Draußen sitzt ein Obdachloser auf kaltem Stein, wie jeden Tag.
Ich überlege, was ich schreiben möchte und was ich lieber sein lasse, jeden Tag neu.
Es ist der 21. September 2011, die Tage werden kälter, und bald ist ja auch schon wieder Weihnachten…
*-Facebook aktualisieren-*
Nun, eigentlich eine Komödie; das Ende ist bekannt, und die Presse hat sich von Anfang an die besten Plätze gesichert. Und deshalb interessiert mich das auch nicht weiter.
„Es war schlicht und einfach Liebe“, so formulierte er seine normative Verteidigung in seiner Rücktrittserklärung. Eine „Liebe“ die er nach der Kandidatur zum Spitzenkandidaten seiner Partei, im Namen der Karriere, dann auch „schlicht und einfach“ wieder fallen lassen konnte. Außerdem hat er „keinen privaten Fehler“ gemacht, fühlt sich dann aber trotzdem dazu genötigt, sich bei aller Öffentlichkeit zu entschuldigen.
Ich frage mich, wer hier was zertreten hat. Die Affäre seine Karriere, oder die Öffentlichkeit ihn? Und was ist wohl für den Mann bedeutender, wenn die Situation ihn dazu zwingt vor dieser scheinheiligen Moral zu kriechen.
Ach ja, und war da nicht noch das Mädel? Fragt jemand was sie aus der Situation, mit dieser Erfahrung macht? Ein kurzes erhabenes Gefühl, an der Seite von jemandem in einer Machtposition zu liegen, oder musste sie auch von irgendwas zurücktreten?
„Warum ich denk´ und bin, das werd´ ich nie versteh´n,
auf dem Gebiet bin ich nicht klüger als als Kind.
Man denkt, man hat es, schon beginnt es, sich im Kreis zu dreh´n.
Solang man drinsteckt, ist man einfach zu blind.“
großartig!


